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Beirat der DGKM

Der Beirat ist ein satzungsgemäßer Ausschuss der DGKM, eingerichtet auf Beschluss des Präsidiums vom 19.01.2025 mit Wirkung zum 01.11.2025 für zunächst zwei Jahre.
Mitglieder sind die Leitungen der Arbeitsgemeinschaften, Projektarbeitsgruppen sowie – nach Präsidiumsbeschluss – von Einzelprojekten.
Der Beirat hat eine beratende Funktion gegenüber dem Präsidium. Er tagt mindestens zweimal jährlich auf Einladung des Generalsekretärs. Vorstand, Präsidium und
Ehrenmitglieder besitzen Teilnahmerecht; der Generalsekretär ist Ansprechpartner im Präsidium.

Ziele und Aufgaben
• Förderung der Vernetzung und Abstimmung zwischen Arbeitsgremien und
Präsidium
• Kontinuierlicher Informationsaustausch über Inhalte, Prozesse, Projektstatus
und Herausforderungen
• Nutzung von Synergien sowie Unterstützung des Präsidiums durch Expertise
aus dem Beirat
• Entwicklung neuer Projektideen zur Diskussion und Entscheidung im
Präsidium

Arbeitsweise
Die Arbeitssitzungen dienen dem Austausch über aktuelle Ergebnisse, künftige Ausrichtungen und Koordination gemeinsamer Vorgehensweisen. Ergebnisse werden
protokolliert. Der Beirat bringt seine Expertise inhaltlich auch in Jahrestagungen, Kongresse oder andere Veranstaltungen der DGKM ein, wobei Entscheidungen
darüber im Präsidium erfolgen.

Nach zwei Jahren wird die Arbeit evaluiert, mit dem Ziel einer Fortführung bei positivem Ergebnis.

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Kooperation mit der DGWMP

🎉 Gemeinsam für die Zukunft der Wehr- und Katastrophenmedizin!

Auf dem 56. Jahreskongress in Papenburg wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP) und der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) offiziell unterzeichnet. 🤝

Ziel der Zusammenarbeit ist es, Synergien zu nutzen, Wissen zu bündeln und die medizinische Versorgung in Krisen-, Katastrophen- und Einsatzlagen weiter zu stärken.

Mit dieser Kooperation setzen beide Gesellschaften ein starkes Zeichen für interdisziplinären Austausch, wissenschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit und viele zukunftsweisende Projekte! 💪

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Stellungnahme „Triage“

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) e.V. zur gestrigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts

Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) e.V. begrüßt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, mit der die gesetzlichen Regelungen zur sogenannten „Triage“ für nichtig erklärt wurden. Das Gericht hat klargestellt, dass ein derartiger Eingriff in die ärztliche Berufsfreiheit verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt war.

 

Die DGKM weist ausdrücklich darauf hin, dass der Begriff „Triage“ im aktuellen juristischen und politischen Diskurs häufig unscharf verwendet wird. In der Katastrophenmedizin – also der medizinischen Versorgung in Katastrophen oder Großschadensereignissen mit Mangel an Ressourcen –

 

ist die Sichtung ein fest etablierter, klinisch-organisatorischer Prozess zur Priorisierung der medizinischen Versorgung nach objektiven medizinischen Kriterien, um unter hohem Zeitdruck möglichst viele Betroffene adäquat zu behandeln. Diese Sichtung dient der Behandlungsreihenfolge, nicht der Behandlungsverweigerung.

 

Demgegenüber bezeichnet die Triage im intensivmedizinischen Kontext eine ethisch und rechtlich außergewöhnliche Situation, in der lebensrettende Ressourcen so knapp werden, dass Entscheidungen darüber getroffen werden müssen, welche Patientinnen und Patienten wie behandelt werden können. Dabei spielen vor allem individuelle Faktoren wie die Behandlungsindikation und Therapieziele, aber auch die Gesamtlage eine wichtige Rolle. Solche Lagen sind Ausdruck eines strukturellen Mangels und dürfen nicht mit der regulären Sichtung im Katastrophenfall verwechselt werden.

 

Bereits in ihrer Orientierungshilfe von 2021 („Covid-19-Pandemie – Medizinische und ethische Aspekte bei der Verteilung knapper Ressourcen und der Triage-Situation“) hat die DGKM hervorgehoben, dass ärztliche Entscheidungen in derartigen Extremsituationen nicht durch starre juristische Vorgaben ersetzt werden dürfen. Ärztliches Handeln muss sich an medizinischer Evidenz, ethischer Verantwortung und fachlicher Kompetenz orientieren – im Team, transparent und unter Anwendung des Mehraugenprinzips.

 

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts stärkt die Therapiefreiheit und unterstreicht die Verantwortung von Ärztinnen und Ärzte, auch in außergewöhnlichen Situationen mit einem Ressourcenmangel. Für die Katastrophenmedizin ist entscheidend, Strukturen so zu gestalten, dass es gar nicht erst zu echten Triage-Situationen kommt. Die DGKM unterstreicht, dass das zentrale Ziel jeder Katastrophenvorsorge darin besteht, Ressourcenknappheit zu vermeiden und damit den strukturierten Aufbau eines gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes weiter voranzubringen. Dazu gehören robuste Versorgungsstrukturen, eine vorausschauende Planung, die Sicherstellung personeller und materieller Ausstattung und sinnhafter Redundanzen sowie eine kontinuierliche Schulung medizinischer Einsatzkräfte im Bereich der Sichtung und Entscheidungsfindung unter Unsicherheit.

 

Gemeinsam mit anderen medizinischen Fachgesellschaften, wie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) und dem Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten (BDA), fordert die DGKM, dass zukünftige Regelungen zur Zuteilung knapper medizinischer Ressourcen nur unter aktiver Einbindung klinisch erfahrener Fachleute erarbeitet werden. Nur so können praxistaugliche und ethisch tragfähige Standards entstehen, die Ärztinnen und Ärzte in Ausnahmesituationen unterstützen, ohne sie zu überfordern.

 

Die DGKM wird sich weiterhin aktiv in die Diskussion und Weiterentwicklung einer Empfehlung um ethisch verantwortete und medizinisch fundierte Entscheidungsprozesse in Mangellagen einbringen – mit dem Ziel, die Katastrophenmedizin in Deutschland auf eine klare, menschenwürdige und praxisnahe Grundlage zu stellen.

 

DGKM_Stellungnahme_Triage2025-1

 

 

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Präsidium 2025-2029

An unserer diesjährigen Mitgliederversammlung stand die Wahl des nächsten Präsidiums für die Wahlperiode 2025–2029 an.
Wir gratulieren PD Dr. med. Andreas Follmann, MHBA zu weiteren 4 Jahren als Präsident und ebenso Prof. Dr. Peter Bradl, MHMM zu seiner Bestätigung als Vizepräsident.
Als Generalsekretärin der DGKM tritt Alexandra Geckeler die Nachfolge von Jürgen Schreiber an (vielen Dank, lieber Jürgen, für deine tolle Unterstützung und Arbeit in den letzten Jahren), der sich nun im Beirat der DGKM und in verschiedenen Projektgruppen aber weiterhin engagieren wird und uns erhalten bleibt.
Dr. Robert Wunderlich wird für die nächsten vier Jahre als Schatzmeister und Nachfolger von Dr. Roland Huf auf die Finanzen schauen und auch dir, lieber Roland, vielen Dank für deine tolle und engagierte Arbeit in den letzten Jahren. Und wir freuen uns schon auf den nächsten Disastertalk am 12.11., wo wir dich wieder live im Gespräch mit Prof. Dr. Axel Franke erleben dürfen.
Als weitere Mitglieder im Präsidium (Beisitzer) wurden Albrecht Scheuermann und Oberstarzt Prof. Dr. med. Dirk Steinritz bestätigt und neu hinzugekommen sind Frau Dr. Annika Rhode, Kay Henning Bultmann und Leon Berliner

Präsident: PD Dr. med. Andreas Follmann, MHBA

PD Dr. med. Andreas Follmann ist Facharzt für Anästhesiologie, als Oberarzt an der Uniklinik RWTH Aachen tätig sowie als Notarzt, Leitender Notarzt und Telenotarzt bei der Feuerwehr der Stadt Aachen. Er habilitierte mit dem Forschungsschwerpunkt „Digitale Katastrophenmedizin“ und hat als Projektleiter zahlreiche öffentlich durch EU, Bund und Länder geförderte Forschungsprojekte rund um Innovationsthemen wie Telemedizin, smarte Sensorik sowie den Einsatz von Drohnen im Katastrophenschutz begleitet. Darüber hinaus ist er Civil Expert der Joint Health Group der NATO.

 

„Katastrophen sind selten – umso mehr kommt es dann darauf an, alle Potentiale zu nutzen. Ich möchte der Katastrophenmedizin eine Stimme geben und dafür begeistern, sich jetzt mit modernen Themen zu beschäftigen, um auf das „Morgen“ vorbereitet zu sein.“

 

Vitepräsident: Prof. Dr. Peter Bradl, MHMM

Prof. Dr. Peter Bradl leitet das Institut für Rettungswesen, Notfall- und Katastrophenmanagement (IREM) an der Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und verfügt über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Rettungswesen — sowohl als Einsatzkraft als auch als Führungsperson.

Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen und absolvierte einen Master in Health and Medical Management; seine Promotion erfolgte im Bereich Wirtschaftsinformatik.

Seit 2014 steht Prof. Bradl als Institutsleiter dem IREM vor. Darüber hinaus war er u.a. Dekan der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und bekleidete weitere Funktionen innerhalb der THWS-Gremien. Neben seiner akademischen Tätigkeit engagiert er sich ehrenamtlich im Katastrophenschutz: Er ist Vorsitzender des Kreisverbands Nürnberg-Stadt des Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) sowie stellvertretender Schatzmeister auf Landesebene.

Forschung, Lehre und praktische Krisenvorsorge verbindet Prof. Bradl in seiner Arbeit: Er widmet sich insbesondere der Organisation und Führung im Rettungswesen, dem Management kritischer Infrastrukturen sowie der Bewertung und Gestaltung von Prozessen im Krisen- und Katastrophenfall.

Als Vizepräsident der DGKM bringt er diese langjährige Expertise in Katastrophenmedizin, Notfallmanagement und Bevölkerungsschutz ein, um die interdisziplinäre Zusammenarbeit, wissenschaftliche Fundierung und Praxisrelevanz der Katastrophenmedizin in Deutschland weiter zu stärken.

 

In einem Interview mit Blick auf Extremwetter- und Katastrophenszenarien betonte Prof. Bradl:

„In Krisen — Köpfe kennen.“
Nur wenn Menschen vernetzt sind, gegenseitig Vertrauen kennen und vorbereitet zusammenarbeiten, kann im Ernstfall wirksame Hilfe geleistet werden“

 

Generalsekretärin: Alexandra Geckeler, M.Ed.

Alexandra Geckeler ist Medizinpädagogin mit langjähriger Praxis und breit gefächerter Erfahrung im Gesundheits-, Rettungs- und Bevölkerungsschutzbereich sowie im Bereich der PSNV. Seit vielen Jahren ist sie in der Aus- und Fortbildung sowie im Bildungsmanagement tätig – u.a. als pädagogische Leitung im Ausbildungs- und Trainingsbereich sowie als Dozentin im Rettungs- und Notfallwesen.

Darüber hinaus lehrt sie im Studiengang „Rescue Management“ an der MSH Medical School Hamburg und an der Akkon-Hochschule in den Studiengänge „Management in der GEfahrenabwahr“ und „Führen in der Gefahrenabwehr“ die Grundlagen der Risiko-, Krisen- und Einsatzkommunikation sowie Grundlagen im Bereich Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz und Hygiene.

Als Generalsekretärin der DGKM bringt Alexandra Geckeler ihre didaktische Erfahrung, pädagogische Kompetenz und ihr Engagement für praxisnahe Ausbildung und professionelle Vorbereitung in verantwortlicher Funktion ein – mit dem Ziel, Katastrophenmedizin und Bevölkerungsschutz stark und zukunftsfähig aufzustellen.

Ein Satz von Alexandra Geckeler, der ihre Überzeugung gut zusammenfasst:

„Theorie und Praxis müssen Hand in Hand gehen, damit Menschen, die im Krisenfall helfen, nicht nur wissen, was zu tun ist — sondern es sicher und kompetent umsetzen können.“

 

 

Schatzmeister Dr. med. Robert Wunderlich

Dr. med. Robert Wunderlich Msc., 2006-2012 Medizinstudium an der Charité Berlin und der Universität Tübingen. 2013-2019 Facharztausbildung Anästhesiologie. 2013-2015 Studium Katastrophenmedizin an den Universität Ostpiemont und Brüssel. ZWB: Notfallmedizin, Leitender Notarzt, Intensivmedizin, Reisemedizin. Seit 2020 freier Mitarbeiter der WHO. Seit 2022 Oberarzt Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Tübingen.

Schwerpunkte: Lehre in Anästhesie, Intensiv-, Notfall-, Katastrophenmedizin, Humanitäre Hilfe.

 

Warum bin ich bei der DGKM?

Ich bei der DGKM um mich mit all meinen medizinischen und organisatorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten für die von Katastrophen betroffenen Menschen national und international einzusetzen und das Wissen darüber an eine neue Generation engagierter Fachleute weiterzugeben.

 

 

Präsidiumsmitglieder

Prof. Dr. med. Dirk Steinritz

Prof. Dr. med. Dirk Steinritz (geb. 26.01.1978) ist Oberstarzt und seit April 2025 Leiter des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr in München, zuvor war er dort stellvertretender Institutsleiter. Er ist Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie, habilitierte 2017 und wurde 2021 zum außerplanmäßigen Professor der Ludwig-Maximilians-Universität München bestellt. Seine akademische Laufbahn umfasst ein Medizinstudium in Köln, die Promotion zum Dr. med. sowie ein zusätzliches Masterstudium „Führung in der Medizin“. Innerhalb der Bundeswehr bekleidete er zahlreiche Führungs- und Spezialfunktionen im medizinischen ABC-Schutz sowie in der toxikologischen Forschung, unter anderem als Leiter entsprechender Task Forces und als Medical Specialist im Rahmen der NATO Response Force. Neben seiner wissenschaftlichen und militärischen Tätigkeit ist er als Lehrbeauftragter und Facharztprüfer aktiv. Für seine Leistungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold.

 

Statement

Die medizinische Versorgung in Katastrophenlagen ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die ressortübergreifendes Denken und abgestimmtes Handeln erfordert. Jede Organisation übernimmt dabei eine spezifische Rolle – gemeinsam entsteht ein belastbares Netzwerk für den Ernstfall.

Die Deutsche Gesellschaft für Katastrophenmedizin bietet eine einzigartige Plattform, um diese komplexe Herausforderung strukturiert, interdisziplinär und praxisnah anzugehen.

Als medizinischer CBRN-Spezialist der Bundeswehr bringe ich meine operative Erfahrung und fachliche Expertise ein, um Bedarfsträgern in Krisensituationen mehr Handlungssicherheit und Orientierung zu geben. Mein Ziel ist es, medizinische Resilienz zu stärken – durch Wissen, Vernetzung und gemeinsame Standards.

 

Albrecht Scheuermann

Albrecht Scheuermann wurde am 14.02.1959 in Frankenberg geboren.

Nach einer Berufsausbildung als Elektroinstallateur und dem Wehrdienst als UAZ (med. Dienst der NVA) studierte er zunächst Humanmedizin und später politische Ökonomie an der

Universität Leipzig. Nach dem Studium war er als Prokurist und Fachdozent an der Landesrettungsschule Sachsen tätig und wechselte 1991 zum Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Leipzig, in dessen

Auftrag er nach der politischen Wende den ASB-Rettungsdienst sowie den Ambulanzflugdienst in Leipzig aufbaute und leitete.

Seit 1995 begleitete er zudem administrative Aufgaben für den ASB Landesverband Sachsen im Bereich Katastrophenschutz und wechselte 1996 in Vollzeit zum ASB-Landesverband

Sachsen, wo er zusätzlich die Bereiche Rettungsdienst und Sanitätsausbildung als Referatsleiter übernahm.

In den Jahren 2013 – 2021 leitete er überdies den weiteren Aufbau des ASB- Bildungszentrums in Leipzig. Im Rahmen seiner dienstlichen Obliegenheiten war er mehrfach in Katastrophenlagen als

Fachberater im Verwaltungsstab des Freistaates Sachsen tätig, so beispielsweise während der Flutgeschehen 2002, 2006 und 2013.

An einer Reihe von Bevölkerungsschutz – Übungen auf Landes- und Bundesebene war er maßgeblich beteiligt (u.a. LÜKEX, SOGRO 2012, Schöna2019 mit Ausrichtung des wiss.

Fachsymposiums), ebenso federführend an der ersten Bundesübung des ASB 2018 in Leipzig.

Er ist ehrenamtlich langjähriges Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin und begleitete in der Wahlperiode 2009-2012 das Amt des

Generalsekretärs der Gesellschaft.

Er ist Mitautor eine Reihe von Fachbüchern des Bevölkerungsschutzes, u.a. des Leitfadens Katastrophenmedizin.

 

 

Dr. med. Annika Rohde

Dr. med. Annika Rohde ist Fachärztin für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin am Kompetenzzentrum für medizinischen Bevölkerungsschutz der Universitätsmedizin Mainz. Aktuell ist sie stellvertretende Oberärztin sowie leitende Notärztin und Sprecherin der Leitenden Notarztgruppe für die Stadt Mainz / Mainz-Bingen.

Sie engagiert sich wissenschaftlich und praktisch im Bereich präklinische und katastrophenmedizinische Versorgung sowie im Management von Krisenlagen.

Dr. Rohde war federführend an der Entwicklung der ersten deutschen „Katastrophenmedizinischen prähospitalen Behandlungsleitlinien“ mit beteiligt. Dieses Konsensuspapier, an dem 27 Fachgesellschaften und Institutionen beteiligt waren, wurde 2023 veröffentlicht und stellt erstmals umfassende Empfehlungen für die Versorgung im Katastrophenfall bereit.

Darüber hinaus forscht sie zu Themen wie präklinischer Katastrophenversorgung, Notfallmanagement und psychischer Belastung von Gesundheitspersonal während Krisenlagen.

 

Leon Berliner

Leon Berliner ist Assistenzarzt an der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsklinikum Tübingen.

Fachgebiete & Forschung

  • Berliner forscht und arbeitet im Bereich Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin.
  • Er war Co-Autor einer Studie, in der ein neuartiger Algorithmus für Triage im Rahmen von Mass Casualty Incidents entwickelt wurde — das heißt: Ein Verfahren, das die Priorisierung von Patienten anhand des voraussichtlichen Überlebenszeitraums simuliert, um Entscheidungen im Katastrophen- oder Massenanfall besser fundieren zu können
  • Aktuell zeichnet er verantwortlich für eine Untersuchung zur „Verfügbarkeit von Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz“ — mit Fokus auf die Problematik von Doppelrollen (z. B. hauptberuflich in kritischer Infrastruktur tätig und ehrenamtlich im Bevölkerungsschutz engagiert), und wie solche Rollen die Einsatzbereitschaft im Katastrophenfall beeinflussen.

Wissenschaftliches und professionelles Profil
Leon Berliner verbindet klinische Erfahrung mit wissenschaftlicher Tätigkeit: Er engagiert sich in Studien, die einen wichtigen Beitrag zur Qualität und Planung von Katastrophen- und Rettungsmedizin leisten — insbesondere hinsichtlich Triage-Systemen und der Organisationsstruktur des Bevölkerungsschutzes. Er steht damit exemplarisch für den Ansatz, medizinische Praxis, Forschung und Katastrophenvorsorge integrativ zusammenzuführen.

Bedeutung für Katastrophenmedizin & Bevölkerungsschutz

Mit seiner Arbeit zielt Leon Berliner darauf ab, die Versorgung und den Einsatz im Krisen- oder Katastrophenfall evidenzbasiert zu verbessern. Durch die Entwicklung innovativer Triage-Algorithmen sowie durch seine Forschung zur Verfügbarkeit von Einsatzkräften trägt er dazu bei, dass Entscheidungsprozesse in Notfällen transparenter, effektiver und ressourcenschonender gestaltet werden können — zum Nutzen von Patient:innen und Einsatzkräften gleichermaßen.

 

Kay Bultmann

Kay Henning Bultmann ist seit August 2023 gesamtärztlicher Leiter / stellvertretender Amtsleiter im Gesundheitsamt Bremen.

  • Er absolvierte sein Studium der Humanmedizin an der Medizinische Hochschule Hannover (MHH).
  • Zuvor leistete er Zivildienst beim Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) in Bremen als Erste-Hilfe-Ausbilder und Rettungssanitäter im Rettungsdienst.
  • Im Anschluss arbeitete er über viele Jahre als Anästhesist sowie als Facharzt für Intensiv- und Notfallmedizin in Bremen. Parallel dazu ist er seit längerer Zeit als Dozent in Rettungsdienstschulen und im medizinischen Bevölkerungsschutz aktiv.

Rolle im Bevölkerungsschutz und Katastrophenmedizin

  • Kay Bultmann war viele Jahre Leiter der Sanitäts- und Rettungsdienst-Abteilung sowie des Katastrophenschutzes im Bremer Osten beim ASB.
  • Er engagiert sich als Dozent in der Fort- und Ausbildung für Bevölkerungsschutz und medizinischen Rettungsdienst, insbesondere mit Blick auf Führungsausbildung und Einsatzleitung.
  • Im Rahmen seiner Tätigkeit im Gesundheitsamt Bremen verantwortet er gesundheitspolizeiliche Aufgabe und „Health Protection & Prevention“ – was gerade für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenmedizin von zentraler Bedeutung ist.

Expertise & Schwerpunkte
Kay Bultmann kombiniert klinische Erfahrung (Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin) mit praktischer Erfahrung im Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Gesundheitsverwaltung. Seine Expertise umfasst u.a. Notfall- und Krisenmanagement, Ausbildung und Fortbildung von Einsatzkräften, Leitung von Krisen- und Gesundheitsbehörden sowie strategische Konzepte für Bevölkerungsschutz und Gesundheitsvorsor

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